Salut France!

Gerade am Charles de Gaulle gelandet, heißt es direkt: adieu Paris! Um 15 Uhr verlassen wir die Stadt der Liebe gen Westen. Ziel ist Riec-sur-Bélon im Departement Finistère in der Bretagne. Vor uns liegen gut 500 Kilometer, vorbei an Le Mans und Rennes. Um 20 Uhr kommen wir an und checken im „Hôtel Le Moulin de Rosmadec“ in Pont-Aven, nur vier Kilometer von Riec-sur-Bélon entfernt, ein.

Cadoret huitres belon Frankreich Austern cook
Carantec Frankreich Austern cook
Austernverkostung Frankreich cook
Cadoret huitres belon Frankreich Austern cook
Carantec Frankreich Austern cook
Austernverkostung Frankreich cook

Die Rezeption ist nicht besetzt, aber hier an der Küste lässt man einfach die Haustür auf, die Schlüssel stecken in den Zimmertüren. Um 21 Uhr werden wir von Jean-Jacques Cadoret abgeholt. Der Chef hat zu sich nach Hause eingeladen. Wir haben schon oft Austern gegessen, aber was uns heute erwartet, ist eine Geschmacksführung der besonderen Art.

„Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel für beides zu entscheiden.“

Theodor Fontane

La Menue? Einmal Meer komplett bitte!

Als Aperitif gibt es Jahrgangssardinen und selbst gemachtes Tarama. Ein Geschmack, als würde man den Atlantik inhalieren. Anschließend kommt der ganze Stolz der Familie Cardoret (ENDLICH!) auf den Tisch: Bélon-Austern (huîtres plates), Perles Noires (huîtres creuses) und Fines de Claire (huîtres creuses) in unterschiedlichen Kalibrierungen. Die einzigartige Mischung aus Süß- und Salzwasser, in Kombination mit den eisenhaltigen Quellen des Bélon, verleiht diesen Austern ihren wunderbar nussigen Geschmack.

Doch danach nicht genug. Der Chef serviert jetzt das ganze Glanz und Gloria der Bretagne. Wir verkosten Jakobsmuscheln, Taschenkrebse, Kaisergranat, bretonische Crevetten und Strandkrabben. Letztere, so lässt uns Jean-Jacques wissen, werden nicht auf den Großmarkt in Rungis geliefert; die sind den Bretonen und ihren Gästen vorbehalten. Der Kaisergranat ist so frisch, dass wir ihn roh essen können. Dazu gibt es Brot, Butter und Wein. Drei Stunden später kehren wir gerührt von so viel Gastfreundschaft und gesättigt von so viel des Guten ins Hotel zurück, voller Vorfreude auf den kommenden Tag.

Cadoret huitres belon
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Cadoret huitres belon

In the hall of the oyster-king

In der Bretagne beginnen die Arbeitstage früh. Um 7 Uhr holt uns Jean-Jacques ab. Wir fahren nach Riec-sur-Bélon. Hier befinden sich die Büroräume der Firma Cadoret, direkt am Fluss Bélon, von dem die weltbekannten Austern ihren Namen haben. Seit 1880 arbeitet die Familie Cadoret in der Austernzucht. Hier in Riec-sur-Bélon werden die Austern bis zu acht Monate lang affiniert. In dieser Zeit spült das Süßwasser die Austern. Sie schmecken dadurch weniger salzig. Und was noch viel wichtiger ist: Das Süßwasserplankton ist wesentlich gehaltvoller als das Plankton im Meer. Durch diese Abwechslung in der Ernährung und die lange Affinage beziehen die Bélon-Austern ihren besonderen Geschmack. Bevor die Köstlichkeiten den Weg in die Austernkörbe finden, werden immer zwei von ihnen aneinandergeklopft. Anhand des Tons hören die erfahrenen Damen, ob die Auster vollfleischig genug ist, um verpackt zu werden. Fast millimetergenau verpacken sie die verschiedenen Austern in die Körbe. Immer darauf bedacht, dass die Rundungen der Austern unten liegen, damit das Meerwasser nicht ausläuft.

Wo die wilden Zuchtaustern wohnen

Nach einem Kaffee fahren wir mit dem Auto weiter nach Carantec, zu den Austernbänken von Cadoret, gute 100 Kilometer nördlich von Riec-sur-Bélon. Am Strand erwartet uns bereits Marc, er arbeitet seit 25 Jahren bei Cadoret. Mit ihm fahren wir raus zu den Austernbänken. Wir gehen von Bord und versinken auf der Sandbank sofort bis über die Knöchel in einem Gemisch aus Sand, Schlick und Austernschalen. Marc zeigt uns, wie man gehen muss, um nicht allzu tief einzusinken.

Unser „Feld der Träume“

Jean-Jacques will mit uns zu einem bestimmten Austernfeld. Und hier bekommen wir den lukullischen Höhepunkt unserer Reise präsentiert: die frischesten Austern der Welt! Wir essen die ungeklärten Carantec-Austern direkt von der Austernbank. Sie schmecken nach Meersalz, nussig, nach frischem Seetang und nach Freiheit! Für alle Ewigkeit hat sich dieser Geschmack in unseren Köpfen manifestiert. Wenn wir in Zukunft Austern essen, werden wir immer an all das hier denken. Die Brise über dem Meer. Die gewissenhaften Frauen, die die Austern verpacken. Marc, der seit 25 Jahren jeden Tag raus zu den Bänken fährt. Und natürlich Jean-Jacques, der jeden Morgen früh aufsteht, um den Menschen die besten Austern der Welt zu kredenzen.

Frische Cadoret Auster „Fines de Claire“

Frische Cadoret Auster „Fines de Claire“

Art.Nr. 726136

Sven Bleß

Foodscout ohne Chichi

Sven Bleß

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